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Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg. Stich von Heinrich Aldegrever 1540
Kaiser Karl V. (Porträt von Christoph Amberger, um 1532)
Der Vertrag von Venlo vom 7. September 1543 besiegelt das Ende des Herzogtums Geldern. Laut dem Abkommen muss Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg zugunsten Kaiser Karls V. auf seine Ansprüche auf das Herzogtum Geldern sowie auf die Grafschaft Zutphen verzichten. Zudem zwingt der Kaiser den Herzog wieder katholisch zu werden und die Reformation zu bekämpfen. Bearbeiten Vorgeschichte1528 setzt Kaiser Karl V. den Vertrag von Gorinchem auf. Damit belehnt er Herzog Karl von Egmond mit dem Herzogtum Geldern, jedoch mit der Bedingung, wenn der Herzog kinderlos sterben sollte, das Herzogtum zurück an das Kaiserhaus fallen sollte. Da der Herzog zu diesem Zeitpunkt schon recht alt ist und keine Nachfahren hat, zögert er zunächst den Vertrag zu unterzeichnen. Nach einer weiteren Auseinandersetzung wird diese Passage aus dem Vertrag gestrichen. 1537 drängen die zu einem Landtag in Nimwegen einberufenen, einflussreichen Stände, Herzog Karl von Egmond zum Verzicht auf Geldern und Zutphen und als seinen Nachfolger, den jungen Prinzen Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg zu erklären, der das Amt am 27. Januar 1538 übernimmt. Den reformatorischen Neuerungen gegenüber offene Wilhelm, hat sich durch Heirat 1541 mit der dreizehnjährigen Jeanne d'Albret, einer Nichte des französischen Königs Franz I., der französischen Unterstützung versichert und konnte sich in Geldern zuerst auch behaupten. Auf dem Regensburger Reichstag im Jahr 1541 werden die Territorien jedoch Kaiser Karl V. zugesprochen. Herzog Wilhelm ist allerdings nicht bereit darauf zu verzichten. Auf dem Höhepunkte des Geldrischen Erbfolgestreits bleibt die erhoffte, französische Hilfe aus. Kaiser Karl zieht vom 17. bis zum 20. August 1543 bei der erzbischöflichen Residenzstadt Bonn 40.000 kaiserliche Soldaten zusammen. Am 23. August dringen Teile der Truppen in das befestigte Düren ein, um es zu plündern und brandzuschatzen. Die Stadt Jülich wird kampflos den feindlichen Truppen übergeben. Durch die militärische Übermacht werden auch andere Festungen Gelderns erobert und zerstört. Herzog Wilhelm kann nicht anders und erscheint am 6. September im Feldlager des Kaisers bei Venlo und wirft sich Karl demütig zu Füßen. Am 7. September wird der Vertrag von Venlo unterzeichnet. Bearbeiten Literatur
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