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Ein Filmregisseur (von frz. régisseur, régir „leiten“) ist ein Regisseur, der eine komplette Filmproduktion kreativ leitet. Bei kleinen Produktionen erstreckt sich diese Tätigkeit von der Stoffentwicklung über die Erarbeitung von Drehbüchern, die Planung des Ablaufs der Produktion einschließlich der Kosten bis zur Postproduction. In professionellen Produktionszusammenhängen ist die Kernaufgabe des Regisseurs die Inszenierung, das heißt, die Auflösung der Szenen eines Drehbuches in einzelne Kameraeinstellungen und die Anleitung der Darsteller.
Bearbeiten Der Filmregisseur im Wandel der ZeitIn den 1910er und 1920er Jahren hatten in den USA prominente Filmregisseure wie David W. Griffith, Charlie Chaplin, Rex Ingram, Cecil B. DeMille, King Vidor oder Erich von Stroheim eine große Entscheidungsfreiheit und Machtfülle bei den von ihnen inszenierten Filmen. Ihre Popularität und Werbewirksamkeit überstrahlte teilweise sogar die der in den Filmen eingesetzten Schauspieler. Mitte der 1920er-Jahre begannen die Produzenten des Studiosystems, die wirtschaftliche und zum großen Teil auch künstlerische Kontrolle über die Filmherstellung zurückzugewinnen, die sie in den Anfangstagen des Films innehatten. Filmregisseure gerieten in Abhängigkeit von Produzentenentscheidungen und wurden oft nur als Koordinatoren und ausführende Spielleiter eingesetzt. Um sich ihre künstlerische Freiheit zu bewahren, entschlossen sich einige Regisseure, ihre eigenen Produktionsfirmen zu gründen, etwa Frank Capra, George Stevens und William Wyler mit ihrer gemeinsamen Firma Liberty Films. Auch Regisseure wie Robert Aldrich, Otto Preminger, Samuel Fuller und Sam Peckinpah agierten zeitweise als “Produzenten-Regisseure”. Später versuchten auch Filmemacher wie Robert Altman, Sydney Pollack, George Lucas oder Steven Spielberg, auf diese Weise die Kontrolle über ihre Filme zu behalten. In Europa war der Konflikt zwischen geldgebenden Produzenten und künstlerisch arbeitenden Regisseuren nicht so stark ausgebildet wie in den USA. Das Problem, Ökonomie und Anspruch zusammenzubringen, wurde oft eher kooperativ gelöst, jedoch waren die Regisseure oft in ihrer künstlerischen Freiheit beschnitten. Die Auteur-Theorie begann ab den 1940ern und verstärkt zur Zeit der Nouvelle Vague, zwischen dem Realisateur, dem zwar begabten, aber Zwängen unterworfenen „Handwerker“, und dem Auteur, der seine Arbeit als individuelle, künstlerisch freie Aufarbeitung der eigenen Weltvorstellung sieht, zu unterscheiden. Dieses Verständnis des Filmregisseurs als ganzheitlicher Künstler, dem in seiner Arbeit auch Schwächen und Fehler zugestanden werden müssen, um ihn frei agieren zu lassen, wurden von den Regisseuren des Neuen Deutschen Films übernommen.[1] Bearbeiten Aufgaben im Produktionsprozess
Bearbeiten MitarbeiterFilmregisseure steuern während der Produktion eine ganze Reihe von Mitarbeitern:
Bearbeiten Ausbildung und StudiumEine Ausbildung bzw. Studium im Regiefach wird an staatlichen Filmhochschulen sowie an privaten Institutionen angeboten. In der Aufnahmeprüfung muss eine filmspezifische künstlerische Befähigung nachgewiesen werden. Zur formalen Voraussetzung gehört in der Regel die allgemeine Hochschulreife. Das Erlernen der notwendigen Fähigkeiten über Regieassistenz bei einer Filmproduktion ist üblich. Bearbeiten Persönliche VoraussetzungenVoraussetzungen für die Regietätigkeit ist eine Kombination aus vielen verschiedenen Fähigkeiten. Die Fähigkeit, künstlerische und technische Mitarbeiter zu motivieren, zu leiten und koordinieren zählt ebenso dazu, wie dramaturgische, darstellerische, sprachliche, musikalische und visuelle Elemente zu einem Filmwerk zusammenzufügen. Regisseure müssen über Psychologie und Menschenkenntnis verfügen, um auch evtl. entstehende Konflikte innerhalb des Gesamtteams zu lösen.
Bearbeiten Nachweise
Bearbeiten Siehe auchBearbeiten Weblinks |
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